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Myanmar: WFP bringt Nahrungsmittel in die am stärksten betroffenen Erdebengebiete

Foto: © WFP/Arete/Photolibrary. Eine Mutter und ihre Kinder suchen nach dem Erdbeben am 1. April 2025 im Bezirk Seinpan in der Stadt Mandalay Schutz.
MANDALAY, Myanmar – Innerhalb von 48 Stunden nach dem schweren Erdbeben, das am Freitagnachmittag Zentral-Myanmar erschütterte, begann das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) mit der Verteilung von Notnahrung an betroffene Gemeinden. Bisher hat das WFP über 24.000 Erdbebenüberlebende in vier Regionen – Mandalay, Naypyitaw, Sagaing und Shan – erreicht und verstärkt seine Bemühungen, um 850.000 betroffenen Menschen zu helfen.

Hier sind die neuesten Updates zur WFP-Nothilfe nach dem Erdbeben in Myanmar.

WFP-Nahrungsmittelverteilungen

  • WFP führt laufende Programme zur Ernährungshilfe in den am stärksten betroffenen Gebieten Mandalay, Naypyitaw, Sagaing und Shan.
  • Sagaing: WFP hat fast 4.000 Menschen mit Lebensmittelrationen versorgt. Sagaing war bereits vor dem Erdbeben Heimat eines Drittels der Binnenvertriebenen Myanmars.
  • Mandalay-Stadt: Im Epizentrum Mandalay hat WFP seit dem 1. April angereicherte Energie-Kekse an über 15.000 Menschen verteilt. Zudem erhielten 480 Haushalte – etwa 2.400 Menschen – in Sein Pan, einem der ärmsten und am stärksten betroffenen Stadtviertel, Nahrungsmittelhilfe. Fast alle Bewohner haben dort durch das Erdbeben und ein anschließendes Feuer ihr Zuhause verloren.
  • Süd-Shan: Das WFP und seine Partner haben bisher 4.000 Menschen mit Hilfe erreicht.
  • Naypyitaw: Seit Beginn der Nahrungsmittelverteilungen am 30. März haben insgesamt 1.000 Menschen angereicherte Kekse vom WFP erhalten.
  • WFP hat mehr als 100 Tonnen Lebensmittel von Yangon nach Mandalay, Naypyitaw und Sagaing transportiert.
    Es stehen über 200 Tonnen angereicherte Kekse für den sofortigen Einsatz zur Verfügung, zudem befinden sich weitere 7.000 Tonnen Nahrungsmittelvorräte im Land, um die am stärksten betroffenen Menschen zu unterstützen.
  • In der ersten Phase der Nothilfe plant WFP, 100.000 Menschen mit sofort verzehrbaren Lebensmitteln zu versorgen. Anschließend soll einen Monat lang Nahrungsmittelhilfe für 850.000 Menschen geleistet werden.

Bewertungen, Logistik und Koordination

  • WFP hat in Naypyitaw ein zentrales Einsatzzentrum für die Erdbebenhilfe eingerichtet und rasch Teams nach Mandalay entsandt.
  • In Zusammenarbeit mit Partnern führt das WFP schnelle Bedarfsanalysen in Mandalay, Sagaing, Shan und Naypyitaw durch und bewertet den Zugang zu Märkten sowie deren Funktionsfähigkeit.
  • Eine interinstitutionelle Schnellbewertung der Bedürfnisse ist im Gange, die Ergebnisse werden in Kürze erwartet.

Herausforderungen bei der Hilfeleistung

Der Zugang zu den Erdbebengebieten sowie unzuverlässige Telekommunikation erschweren WFP und seinen Partnern eine umfassende Reaktion auf den enormen Hilfsbedarf.

  • WFP benötigt dringend 40 Millionen US-Dollar, um 850.000 vom Erdbeben betroffene Menschen zu unterstützen.
  • Myanmar leidet bereits unter schwerer Ernährungsunsicherheit: 15,2 Millionen Menschen – jeder Vierte – sind von Hunger bedroht. Trotz des steigenden humanitären Bedarfs musste das WFP aufgrund finanzieller Engpässe kürzlich die Hilfe für über eine Million Menschen einstellen, sodass derzeit nur noch 35.000 der am stärksten gefährdeten Personen monatliche Unterstützung erhalten.

Weitere Informationen zu den WFP-Einsätzen in Myanmar finden Sie hier.

Themen

Myanmar Erdbeben Logistik und Liefernetzwerke Finanzierung

Kontakt

Martin Rentsch
Pressesprecher
+49 160 99 26 17 30
martin.rentsch@wfp.org

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