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Südsudan: WFP fordert sicheren humanitären Zugang, während sich Konflikt im Bundesstaat Jonglei zuspitzt

Foto: WFP/ Samantha Reinder Nahrungsmittelhilfe verlässt auf Lastwagen ein Warenlager des WFP in Bor, Jonglei State, Südsudan.
JUBA, Südsudan – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) fordert heute alle Konfliktparteien auf, militärische Operationen umgehend einzustellen, die Lage zu entschärfen und sicheren humanitären Zugang zu ermöglichen, um Hunderttausende Menschen im Bundesstaat Jonglei mit lebensrettender Nahrungsmittelhilfe zu erreichen.

Die Gefahr einer weiteren Eskalation des Konflikts in Jonglei bedeutet, dass viele der rund zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner gezwungen sein könnten, auf der Suche nach Sicherheit und Nahrung zu fliehen. Bereits jetzt wird erwartet, dass fast 60 Prozent der Bevölkerung während der bevorstehenden Zweit zwischen den Ernten – der Zeit, in der der Bedarf am größten ist – von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein werden.

„Diese militärische Eskalation hätte zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können“, sagte Adham Effendi, amtierender WFP-Landesdirektor im Südsudan. „Unser Zeitfenster, um die am stärksten Gefährdeten zu erreichen, schließt sich schnell. Wir müssen jetzt handeln und appellieren an alle Parteien, Zivilpersonen und humanitäre Helferinnen und Helfer zu schützen und die Lieferung dringend benötigter Hilfe zu ermöglichen.“

Ab Februar ist es entscheidend, lebensrettende Nahrungsmittel und Hilfsgüter näher an die besonders betroffenen Gebiete zu bringen – noch vor der Zeit zwischen den Ernten von April bis Juli, wenn starke Regenfälle wichtige Landwege unpassierbar machen und den Zugang zu gefährdeten Frauen, Männern und Kindern erschweren.

Derzeit haben weder der von WFP geleitete Logistik-Cluster noch der Humanitäre Flugdienst der Vereinten Nationen (UNHAS) die notwendigen Genehmigungen der Behörden erhalten, um Straßenkonvois oder Passagierflüge im Auftrag der humanitären Gemeinschaft zu koordinieren. Ohne dringende Maßnahmen werden ganze Gemeinden von der lebenswichtigen Hilfe abgeschnitten bleiben.

„Es ist zwingend erforderlich, diese Einschränkungen sofort zu beseitigen, damit humanitäre Hilfe effektiv und ohne Verzögerung geleistet werden kann“, sagte Effendi. „Bei sicherem und ungehindertem Zugang verfügt WFP über die Teams und die Kapazitäten, um die am stärksten gefährdeten Familien zu erreichen. Hunderttausende Leben hängen davon ab.“

Im Jahr 2026 plant WFP, im gesamten Südsudan 3,3 Millionen der am stärksten gefährdeten Frauen, Männer und Kinder mit lebensrettender Nothilfe, Ernährungshilfe, Schulmahlzeiten, Resilienzprogrammen und bargeldbasierter Unterstützung zu erreichen.

Themen

Südsudan Konflikte Logistik und Liefernetzwerke Food assistance

Kontakt

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Pressesprecher
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martin.rentsch@wfp.org

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