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WFP fordert dauerhaften Zugang nach Gaza für lebensnotwendige Nahrungslieferungen

40 Tonnen Hochenergie-Riegel werden in einem WFP-Warenhaus in Ägypten verladen. Ingesamt zieht WFP 310 Tonnen Nahrungsmittel an der Grenze zum Gazastreifen zusammen. © WFP/Mohamed El Sayed
ROM - Während humanitäre Hilfsgüter an der ägyptischen Grenze zum Gazastreifen zusammengezogen werden, forderte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) gestern erneut einen dauerhaften humanitären Zugang zum Gazastreifen, wo Hunderttausende von Menschen auf der Flucht vor der Gewalt dringend Nahrungsmittel, Wasser und medizinische Versorgung benötigen. WFP hält Nahrungsmittel für 244.000 Menschen in der Nähe der Grenze zum Gazastreifen bereit. Weitere Nahrungsmittellieferungen treffen derzeit im Nordosten Ägyptens ein, wo ein Hilfszentrum eingerichtet wird.

„Wir brauchen die Erlaubnis, diese Nahrungsmittel zur sofortigen Verteilung nach Gaza zu bringen. Und das nicht nur einmal. Wir brauchen dauerhaften Zugang. Die Lage dort ist katastrophal und unsere Vorräte im Gazastreifen gehen zur Neige. Jeder Tag, der vergeht, bringt immer mehr Menschen in die Nähe einer Hungersnot“, sagte Corinne Fleischer, WFP-Regionaldirektorin für den Nahen Osten, Nordafrika und Osteuropa.

„Die Situation ist schrecklich. So etwas haben wir hier noch nie erlebt“, sagte Samer Abdeljaber, WFP-Ländesdirektor in Palästina. „Unsere Teams arbeiten rund um die Uhr, um Lebensmittel zu verteilen und sicherzustellen, dass das elektronische Gutscheinsystem noch funktioniert. Es ist erschütternd, dass Hunderte von Menschen jeden Tag stundenlang in Bäckereien im Gazastreifen anstehen, um ihre Brotrationen zu erhalten, während die Lebensmittel direkt hinter der Grenze zur Verteilung bereitstehen.“

Hier finden Sie die neuesten Informationen über die WFP-Hilfe in Palästina seit Beginn der Krise:

  • Am Montag erhielten rund 170.000 Menschen frisches Brot und mehr als 15.000 Menschen lösten Bargeldgutscheine ein.
  • 310 Tonnen verzehrfertige Nahrungsmittel - genug, um 244.000 Menschen zu ernähren – befinden sich an der ägyptischen Grenze oder auf dem Weg dorthin. Dazu gehören angereicherte Kekse, Fischkonserven und Dattelriegel - alles Dinge, für die keine Kochgelegenheit benötigt wird.
  • Weitere Nahrungsmittellieferungen treffen gerade ein. Am Sonntag landete in Al Arish, im Nordosten Ägyptens, ein Flugzeug mit 5 Tonnen angereicherten Keksen an Bord. Ein weiteres Flugzeug traf am Montag mit weiteren 15 Tonnen ein, zusammen mit mobilen Lagereinheiten für die Logistik.
  • Trotz der immensen Herausforderungen hat WFP rund 522.000 Palästinenser mit Nahrungsmitteln und Bargeld versorgt. WFP plant, über 800.000 Menschen im Gazastreifen und im Westjordanland mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln zu versorgen.
  • Um diese Nothilfe aufrechtzuerhalten, benötigt WFP für die nächsten drei Monate sofort 74 Millionen US-Dollar.
  • Die Lebensmittelvorräte in den Geschäften des Gazastreifens reichen für weniger als eine Woche. Viele Geschäfte können wegen der Schäden an den Straßen, der Infrastruktur und der unsicheren Lage ihre Vorräte nicht bei den Großhändlern aufstocken.
  • In Gaza ist nur eine einzige Getreidemühle in Betrieb und nur wenige Bäckereien können arbeiten, so sodass die Brotvorräte knapp werden. Die Menschen stehen stundenlang Schlange, um Brot zu bekommen.

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Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist die größte humanitäre Organisation der Welt im Kampf gegen den Hunger. Wir retten Leben in Notfällen und ebnen mit Ernährungshilfe den Weg zu Frieden, Stabilität und Wohlstand für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

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