Deutschland und WFP – Gemeinsam gegen den Hunger


Das UN World Food Programme (WFP) und Deutschland verbindet eine enge, langjährige Partnerschaft. Die deutsche Bundesregierung unterstützt WFP nicht nur finanziell, sondern auch als strategischer Partner im Exekutivrat der UN-Organisation.

Deutschland ist einer der größten Unterstützer des „dualen Mandats“ von WFP: Seit vielen Jahren ist die Bundesregierung ein zentraler Partner von WFP, wenn es nach Katastrophen gilt, Millionen von Menschenleben zu retten. Deutschland packt gleichzeitig auch an der Wurzel an und fördert langfristige Entwicklungsprogramme in den Bereichen Nutrition und Resilienz.

Syrien-Konferenz in London (Februar 2016)Ertharin Cousin, WFP-Exekutivdirektorin, dankt persönlich der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel für die historische Rekordzusage von 570 Millionen Euro. Foto: Bundesregierung/Denzel 

 

Zahlen & Fakten zur Kooperation

In den vergangenen zehn Jahren befand sich Deutschland fast ununterbrochen unter den zehn größten Geberländern des WFP. Im Jahr 2016 hat die deutsche Bundesregierung WFP die Rekordsumme 791,5 Millionen Euro bereit gestellt, damit war Deutschland der zweitgrößte staatliche Geber von WFP. Dank der großzügigen Unterstützung der Bundesregierung ist WFP der größte UN-Partner Deutschlands. 

Bereits seit der Syrien-Konferenz im Februar 2016 stand fest, dass das Jahr ein weiteres Rekordjahr in der Zusammenarbeit zwischen WFP und der deutschen Bundesregierung wird. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in London die historische Rekordzuwendung von 570 Millionen Euro für WFP-Programme in Syrien und den Nachbarländern zu. Das ist die größte Einzelzuwendung, die WFP jemals  erhalten hat. 

Seit 2006 hat Deutschland WFP insgesamt mit über 2,5 Milliarden US-Dollar unterstützt. Damit hat die Bundesregierung dazu beigetragen, dass sich heute Millionen Menschen mehr auf der Welt ernähren können als noch vor 40 Jahren, und dass WFP sich bereits dank seiner „Hand-over“-Programme aus 55 Ländern zurückziehen konnte.

Für die Zusammenarbeit mit WFP sind verschiedene Bundesministerien im Auftrag der Regierung zuständig. Federführend zuständig für WFP ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das BMZ unterstützt vor allem solche Programme, die Betroffenen in Krisensituationen wie Erdbeben, Dürren oder Fluten beim Wiederaufbau helfen, und stellt zudem jährlich einen sogenannten „Grundbeitrag“ in Höhe von rund 23 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel kommen WFP-Programmen zugute, die auf langfristige Entwicklung abzielen und können flexibel dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten benötig werden. Ein ebenso wichtiger Ansprechpartner ist das Auswärtige Amt (AA). Das Referat „Humanitäre Hilfe“ unterstützt Programme zur Nothilfe in Krisen- und Konfliktsituationen und nach Naturkatastrophen sowie die Logistik-Operationen des WFP, insbesondere den UN Humanitarian Air Service (UNHAS).

Posteraktion "Danke, Deutschland" Auch Anfang 2017 bedankte sich WFP auf Plakatwänden in Berlin für die gute und wirkungsvolle Zusammenarbeit mit der deutschen Bundesregierung.

 

WFP Innovation Accelerator München

Seit 2015 zählt auch der Freistaat Bayern zu den Gebern von WFP. Neben großer Unterstützung durch die Ministerien BMZ und AA, stellt auch die bayerische Landesregierung mehrjährige Gelder für den WFP Innovation Accelerator zur Verfügung, der am 11. Juli 2016 offiziell in München eröffnet wurde. Dadurch gehen WFP und Deutschland einen neuen Weg der Kooperation: Das Zentrum ermöglicht WFP und seinen Partnern, in Zeiten multipler Krisen innovative und nachhaltige Lösungen für die neuen Herausforderungen im Bereich der Nothilfe wie auch der Entwicklungsprogramme zu gestalten. Der Standort München bietet dabei ein breites Netzwerk, um Innovationen in Kooperation mit Universitäten, Forschungszentren, Großunternehmen und Startups (weiter)zuentwickeln.

Gemeinsame Prioritäten

Um aktuellen Herausforderungen der humanitären Hilfe zu begegnen, hat die Bundesregierung ihre Zusammenarbeit mit WFP zudem in den Kernbereichen Katastrophenvorsorge, Nutrition und Resilienz verstärkt: Das BMZ unterstützt Ernährungsprogramme für Frauen und Kinder, die Produktion lokaler Nahrungsmittel durch Kleinbauern sowie den Ausbau der Infrastruktur armer Gemeinden. Gleichzeitig fördert das AA verstärkt WFP-Programme zur besseren Vorbereitung von Regionen auf Naturkatastrophen. Die zunehmend mehrjährigen Zusagen beider Ministerien stellen sicher, dass die Programme nachhaltig umgesetzt werden können. 

Weitere deutsche Partnerorganisationen

Um Menschen in Krisensituationen effizient zu helfen, arbeitet WFP auch mit zahlreichen deutschen Organisation zusammen, unter anderem mit der staatlichen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Technischen Hilfswerk (THW), sowie mit deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie WelthungerhilfeMalteserJohanniter und HELP Germany