Skip to main content

Deutschland unterstützt humanitäre und Katastrophenhilfe nach Überschwemmungen im Südsudan

Überschwemmungen im Südsudan
Überschwemmungen im Südsudan
Juba – Das UN World Food Programme (WFP) erhielt eine Zuwendung in Höhe von zehn Millionen Euro von Deutschland für die lebensrettende humanitäre Hilfe nach den großflächigen Überschwemmungen im Südsudan.

Die Gelder ermöglichen Ernährungshilfe für zehntausende Menschen – darunter mangelernährte Kinder, schwangere und stillende Mütter – zu einem kritischen Zeitpunkt im Südsudan.

Das Land leidet noch erheblich unter den Folgen der schweren Dürre. Bis Jahresende sind deshalb 4,5 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Darüber hinaus haben im Südsudan die schlimmsten Überschwemmungen der Geschichte knapp eine Million Menschen getroffen. Es würde WFP alleine in den nächsten drei Monaten 40 Millionen US-Dollar kosten, alle Betroffenen der Überflutungen zu erreichen.

„Die von den Überschwemmungen betroffenen Menschen benötigen sofort Unterstützung. Deshalb haben wir unsere humanitäre Hilfe für die Bevölkerung im Südsudan um zehn Millionen Euro erhöht“, sagt Manuel Müller, Deutscher Botschafter im Südsudan. „Insgesamt hat Deutschland 2019 humanitäre Hilfe im Wert von 72 Millionen Euro über verschiedene UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen im Land geleistet.“

Ein Teil der Zuwendung wird dafür genutzt, die biometrische Registrierung durch das SCOPE-System von WFP auszubauen. SCOPE ist eine Informationsplattform für Bedürftige, über die WFP die Hilfe abwickelt. Mittels Fingerabdruck oder SCOPE-Karte erhalten Menschen in Not ihre Nahrungsmittel, Gutscheine oder Bargeldtransfers. Bisher wurden im Südsudan etwa zwei Millionen Menschen im SCOPE-System registriert und WFP plant, bis 2020 fünf Millionen zu erfassen.

Der WFP-geleitete UN Humanitarian Air Service (UNHAS) bietet der gesamten humanitären Gemeinschaft Flüge und befördert jährlich 90.000 Passagiere an 50 reguläre Destinationen im Land. Die deutsche Zuwendung finanziert auch UNHAS.

„Wir sind sehr dankbar für die kontinuierliche Unterstützung von Deutschland“, sagt Matthew Hollingworth, WFP-Landesdirektor im Südsudan. „Obwohl die Zuwendungen entscheidend sind, sind im Südsudan noch nicht alle Turbulenzen überstanden. Es ist äußerst wichtig, dass wir die Unterstützung fortsetzen und die Erfolge festigen. Vor allem jetzt, wo sich das Land auf dem Weg der Erholung und des Friedens befindet.“

WFP leistet verschiedene Arten der Hilfe im Südsudan, etwa Ernährungshilfe für Menschen, die für ihre Gemeinschaft Infrastruktur wie Straßen bauen oder reparieren, Schulmahlzeiten, damit Kinder weiterhin die Schule besuchen können oder Behandlung von Mangelernährung von Kindern und schwangeren und stillenden Frauen. Seit Januar hat WFP 4,3 Millionen Menschen erreicht und plant, bis Jahresende fünf Millionen Menschen zu unterstützen.

Die deutsche Bundesregierung ist einer der langjährigsten Partner von WFP im Südsudan. Die jüngsten Gelder heben die Summe aller deutschen Zuwendungen der letzten fünf Jahre an WFP im Südsudan auf 124 Millionen Euro.