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Zyklon Batsirai bedroht Menschenleben und Lebensgrundlagen in Madagaskar

Foto: WFP/ Badre Bahaji
JOHANNESBURG – Ein Zyklon droht, auf Madagaskar zu treffen, warnte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) heute. Das Land leidet bereits unter den Folgen des Sturms Ana Ende Januar. Auch in Mosambik wird der Wirbelsturm Batsirai voraussichtlich schwere Regenfälle mit sich bringen.

"Häufige Wirbelstürme während der Landwirtschaftssaison bedeuten Ernteverluste, hohe Nahrungsmittelpreise und bedrohen den Zugang zu Nahrung", sagte die stellvertretende WFP-Regionaldirektorin Margaret Malu. "Die Menschen im südlichen Afrika stehen seit vielen Jahren an vorderster Front von Klimaextremen, und jeder vorbeiziehende Sturm wirft sie zurück und macht die erzielten Fortschritte zunichte."

Zwei Wochen nachdem der Sturm Ana über Madagaskar, Mosambik und Malawi hinweggezogen ist und schwere Überschwemmungen, die Zerstörung von Häusern und öffentlicher Infrastruktur sowie die Vertreibung ganzer Gemeinschaften verursacht hat, bereitet sich WFP auf die bevorstehende Ankunft des Zyklons Batsirai vor, der voraussichtlich am Wochenende die Ostküste Madagaskars treffen wird.

"WFP ist vor Ort und wir sind bereit, logistische Unterstützung für Regierungen und unsere Partner zu leisten, um Hilfsmaßnahmen zu unterstützen sowie Drohnen und Boote im Fall von Überschwemmungen bereitzustellen. Wir haben auch Nahrungsmittel vorpositioniert, um schnell Nothilfe leisten zu können.“

Als Reaktion auf den Sturm Ana leistete WFP in enger Zusammenarbeit mit den Regierungen logistische Unterstützung für Such- und Rettungsmaßnahmen, führte Bedarfsanalysen durch und organisierte die Verteilung von Nahrungsmitteln. Wo dies möglich ist, setzt WFP Nahrungsmittelverteilungen in der mageren Jahreszeit – der Zeit zwischen den Ernten - sowie Programme zur Stärkung von Lebensgrundlagen und Schulmahlzeitenprogramme auch weiterhin fort.

Der Wirbelsturm Batsirai könnte die laufenden Hilfsmaßnahmen nach dem Sturm Ana, der nicht nur Madagaskar, sondern auch Mosambik und Malawi heimgesucht hat, zunichte machen. Die Auswirkungen des Wirbelsturms Idai im Jahr 2019 sind den gefährdeten Gemeinschaften, die darum kämpfen, ihr Leben wieder aufzubauen, noch frisch in Erinnerung.

Extreme Wetterereignisse wie Wirbelstürme haben im südlichen Afrika an Häufigkeit und Intensität zugenommen, verschärfen Hunger und untergraben die Entwicklung, manchmal innerhalb weniger Stunden. In der laufenden Zyklonsaison (Oktober 2021 bis Mai 2022) werden acht bis zwölf tropische Systeme erwartet.

Die Resilienzprogramme von WFP, etwa der Bau von Dämmen und Bewässerungssystemen, dürreresistente Anbaumethoden und die Wiederaufforstung von Wäldern tragen langfristig dazu bei, den Zugang zu Ernährung zu sichern, und helfen Gemeinschaften, künftige Katastrophen besser zu bewältigen.

 

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Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist Träger des Friedensnobelpreises 2020. Wir sind die größte humanitäre Organisation der Welt, retten Leben in Notfällen und ebnen mit Ernährungshilfe den Weg zu Frieden, Stabilität und Wohlstand für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

 

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Themen

Madagaskar Klima Krisen

Kontakt

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