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Das UN World Food Programme (WFP) und Deutschland verbindet eine enge, langjährige Partnerschaft. Die deutsche Bundesregierung unterstützt WFP nicht nur finanziell, sondern auch als strategischer Partner im Exekutivrat der UN-Organisation.

Deutschland ist einer der größten Unterstützer des „dualen Mandats“ von WFP: Seit vielen Jahren ist die Bundesregierung ein zentraler Partner von WFP, wenn es nach Katastrophen gilt, Millionen von Menschenleben zu retten. Deutschland fördert auch langfristige Entwicklungsprogramme in den Bereichen Nutrition und Resilienz, um die Ursachen von Hunger und Mangelernährung zu bekämpfen.

Zahlen & Fakten zur Kooperation

Deutschland zählt seit über einer Dekade zu den wichtigsten Geberländern des WFP. Seit 2015 ist die Bundesregierung beständig unter den Top-Drei-Regierungsgebern. 2020 stellte Deutschland WFP einen Rekordbetrag rund 1,06 Milliarden Euro bereit und war damit das zweitgrößte Geberland von WFP. Damit hat sich die finanzielle Unterstützung aus Deutschland seit 2015 fast vervierfacht.

Ein Meilenstein der Kooperation zwischen Deutschland und WFP war 2016, als die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in London die historische Rekordzuwendung von 570 Millionen Euro für WFP-Programme in Syrien und den Nachbarländern zusagte. Das ist die größte Einzelzuwendung, die WFP jemals erhalten hat.

Für die Zusammenarbeit mit WFP sind verschiedene Bundesministerien im Auftrag der Regierung zuständig. Federführend zuständig für WFP ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das BMZ unterstützt vor allem solche Programme, die die Widerstandsfähigkeit von Betroffenen gegenüber Krisensituationen wie Erdbeben, Dürren oder Fluten stärken und beim Wiederaufbau helfen, und stellt zudem jährlich einen sogenannten „Grundbeitrag“ zur Verfügung, der sich 2020 auf rund 48 Millionen Euro belief. Diese Mittel kommen WFP-Programmen zugute, die auf langfristige Entwicklung abzielen und können flexibel dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten benötig werden. Ein ebenso wichtiger Ansprechpartner ist das Auswärtige Amt (AA). Das Referat „Humanitäre Hilfe“ unterstützt Programme zur Nothilfe in Krisen- und Konfliktsituationen und nach Naturkatastrophen sowie die Logistik-Operationen des WFP, insbesondere den UN Humanitarian Air Service (UNHAS). Mit 70 Millionen Euro war das Auswärtige Amt 2020 der größte Unterstützer der Logistikdienste des WFP für die gesamte humanitäre Gemeinschaft, um auf die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf globale Versorgungsketten und Transportmärkte zu reagieren.

WFP Innovation Accelerator München

Seit 2015 zählt auch der Freistaat Bayern zu den Gebern von WFP. Neben großer Unterstützung durch die Ministerien BMZ und AA, stellt auch die bayerische Landesregierung mehrjährige Gelder für den WFP Innovation Accelerator zur Verfügung, der am 11. Juli 2016 offiziell in München eröffnet wurde. Dadurch gehen WFP und Deutschland einen neuen Weg der Kooperation: Das Zentrum ermöglicht WFP und seinen Partnern, in Zeiten multipler Krisen innovative und nachhaltige Lösungen für die neuen Herausforderungen im Bereich der Nothilfe wie auch der Entwicklungsprogramme zu gestalten. Der Standort München bietet dabei ein breites Netzwerk, um Innovationen in Kooperation mit Universitäten, Forschungszentren, Großunternehmen und Startups (weiter-)zuentwickeln.

Gemeinsame Prioritäten

Um aktuellen Herausforderungen im Kampf gegen Hunger zu begegnen, hat die Bundesregierung ihre Zusammenarbeit mit WFP in den Kernbereichen Katastrophenvorsorge, Nutrition und Resilienz verstärkt: Das BMZ unterstützt Ernährungsprogramme für Frauen und Kinder, die Produktion lokaler Nahrungsmittel durch Kleinbauern sowie den Ausbau der Infrastruktur armer Gemeinden. Gleichzeitig fördert das AA verstärkt WFP-Programme zur besseren Vorbereitung von Regionen auf Naturkatastrophen. Die zunehmend mehrjährigen Zusagen beider Ministerien stellen sicher, dass die Programme nachhaltig umgesetzt werden können. Die meisten Mittel aus Deutschland erhält WFP aktuell für Programme in Syrien und den Nachbarländern.

Weitere deutsche Partnerorganisationen

Um Menschen in Krisensituationen effizient zu helfen, arbeitet WFP auch mit zahlreichen deutschen Organisation zusammen, unter anderem mit der staatlichen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Technischen Hilfswerk (THW) sowie mit deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs).