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Deutsche Unterstützung hilft WFP Kürzung der Ernährungshilfe für Flüchtlinge in Jordanien abzuwenden

Eine Familie, die von WFP unterstützt wird. Foto: WFP.
Eine Familie, die von WFP unterstützt wird. Foto: WFP.
AMMAN – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) begrüßte am Mittwoch eine rechtzeitige und großzügige finanzielle Aufstockung der Gelder der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 17 Millionen Euro (20 Millionen US-Dollar), die dazu beitragen werden, die für Oktober geplanten Kürzungen der Ernährungshilfe für 110.000 Flüchtlinge abzuwenden.

Der deutsche Botschafter in Jordanien, Bernhard Kampmann, gab den Beitrag heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt und bekräftigte das Engagement seines Landes, die jordanische Regierung und WFP bei der Deckung des Nahrungsmittelbedarfs von rund einer halben Million Flüchtlingen in Jordanien zu unterstützen.  

„Wir freuen uns, dass die Aufstockung unserer Mittel gerade noch rechtzeitig kommt, um die drohenden Kürzungen bei der Ernährungshilfe zu verhindern. In Zeiten wachsenden Bedarfs brauchen die bedürftigen Flüchtlingsfamilien kontinuierliche Unterstützung“, sagte Botschafter Kampmann. „Wir sind ein starker Unterstützer von WFP weltweit und hier in Jordanien, wo die Organisation eine Schlüsselrolle bei der Versorgung der syrischen Flüchtlinge in Camps und städtischen Gebieten spielt. Wir sind sehr dankbar für die großartige Arbeit, die WFP in Zusammenarbeit mit der Regierung des Haschemitischen Königreichs Jordanien und den lokalen Aufnahmegemeinschaften leistet.“  

Die vom Auswärtigen Amt zur Verfügung gestellten Mittel ermöglichen es WFP, bis Ende des Jahres weiterhin bedürftige Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern, die in Camps und Gemeinden im gesamten Königreich leben, bei der Deckung ihres Nahrungsmittel- und Ernährungsbedarfs zu unterstützen.    

„Dieser Beitrag hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. WFP war mit der unvermeidlichen und sehr harten Entscheidung konfrontiert, in wenigen Tagen Kürzungen seiner Hilfe vornehmen zu müssen“, sagte der Vertreter und Landesdirektor von WFP in Jordanien, Alberto Correia Mendes. „WFP ist dankbar für die kontinuierliche Unterstützung der Bevölkerung und der deutschen Regierung für die Flüchtlingshilfe in Jordanien, insbesondere in einer Zeit, in der die Flüchtlinge aufgrund der COVID-19-Pandemie und ihrer negativen wirtschaftlichen Auswirkungen noch tiefer in die Armut getrieben werden.“ 

Dank der deutschen Mittel kann WFP weiterhin den unmittelbaren Nahrungsmittelbedarf von bedürftigen Flüchtlingen decken, insbesondere von Familien mit weiblicher Hauptversorgerin und Haushalten, in denen behinderte Familienmitglieder leben.  

WFP war bereits im Juli gezwungen gewesen, die Ernährungshilfe für 21.000 bedürftige Flüchtlinge aufgrund fehlender Mittel einzustellen.  

Im Jahr 2021 ist Deutschland der größte Einzelgeber von WFP in Jordanien und hat insgesamt 72,5 Millionen Euro (86,8 Millionen US-Dollar) zur Unterstützung der Flüchtlingshilfe von WFP in dem Land bereitgestellt. Darin enthalten sind die jüngste Aufstockung der humanitären Mittel und ein Beitrag in Höhe von 5,5 Millionen Euro (6,4 Millionen US-Dollar), der über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bereitgestellt wird, um die WFP-Programme in den Bereichen Schulmahlzeiten, Existenzsicherung und sozialem Schutz im Jahr 2021 zu unterstützen.   

Der Beitrag ist Teil der globalen humanitären Bemühungen Deutschlands, das im Jahr 2021 mehr als 2,75 Milliarden US-Dollar bereitstellt, um Leid zu lindern und Menschen in Not zu helfen. Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Geber für humanitäre Hilfe.

 

 

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Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist Träger des Friedensnobelpreises 2020. Wir sind die größte humanitäre Organisation der Welt, retten Leben in Notfällen und ebnen mit Ernährungshilfe den Weg zu Frieden, Stabilität und Wohlstand für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

Themen

Jordanien Deutschland Ernährung Finanzierung Geflüchtete und Migration Entwicklung Botschafter und Prominente

Kontakt

Martin Rentsch

Pressesprecher

Tel. +49 30 20 614929

Mob. +49 160 99 26 17 30