BERLIN, 25. Juni 2025 - Die im Haushalt drohenden Kürzungen der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit gefährden nach Ansicht von sechs UN-Organisationen lebensrettenden Schutz, dringende Gesundheitsversorgung, Ernährungshilfe sowie den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Sie schwächen zudem langfristige Entwicklungsansätze. Die Kürzungen drohen gerade Menschen in Krisenregionen wie in der Ukraine, Gaza, Sudan, Afghanistan, Syrien und der Sahelzone zu treffen, hieß es von den sechs UN-Organisationen UNDP, UNFPA, UNHCR, UNIDO, UNICEF und WFP am Mittwoch in Berlin.
In den vergangenen vier Wochen konnte WFP lediglich 9.000 Tonnen Nahrungsmittelhilfe nach Gaza liefern – ein verschwindend kleiner Bruchteil dessen, was eine hungernde Bevölkerung von 2,1 Millionen Menschen benötigt.
DAKAR – Eine neue Studie zeigt, dass der akute Hunger in West- und Zentralafrika bis Juni dieses Jahres einen 10-Jahres-Höchststand erreichen wird. Die unsichere Ernährungslage weitet sich in beunruhigender Weise auf die Küstenländer, und in den konfliktbetroffenen Gebieten von Burkina Faso und Mali, aus. Dort ist die humanitäre Hilfe durch die unsichere Lage stark eingeschränkt.
Berlin - Weltweite Konflikte, die Klimakrise, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die dramatischen Verwerfungen des Kriegs in der Ukraine haben die Welt an den Rand der größten humanitären Krise seit dem 2. Weltkrieg gebracht. Humanitäre Bedarfe explodieren weltweit und selbst großzügige Unterstützung durch Geber kann kaum mit der voranschreitenden Not Schritt halten. Vor diesem Hintergrund müssen die Budgets für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit mindestens stabil bleiben, wenn nicht sogar vergrößert werden, fordert das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP).
BERLIN- Angesichts der drohenden globalen Ernährungskrise mahnt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nation (WFP) größere Anstrengungen an, um die globalen Ernährungssysteme krisenfester und zukunftssicher zu machen.
AMMAN – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) begrüßte am Mittwoch eine rechtzeitige und großzügige finanzielle Aufstockung der Gelder der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 17 Millionen Euro (20 Millionen US-Dollar), die dazu beitragen werden, die für Oktober geplanten Kürzungen der Ernährungshilfe für 110.000 Flüchtlinge abzuwenden.
BERLIN – Die COVID-19-Pandemie breitet sich weiter in Ländern aus, die bereits mit den Auswirkungen von Dürren, wirtschaftlichen Krisen und Konflikten zu kämpfen haben. In dieser kritischen Zeit stellt das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) dem UN World Food Programme (WFP) 5,49 Millionen Euro zur Verfügung, damit es weiterhin 1,2 Millionen gefährdete afrikanische Bäuer*innen mit Klimarisikoversicherungen schützen kann.
Das UN World Food Programme begrüßt einen zusätzlichen Beitrag in Höhe von 24 Millionen Euro von Deutschland, um die Widerstandsfähigkeit im Niger in einer Zeit auszubauen, in der das Land mit den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie zu kämpfen hat und die Ernährung armer Familien auf dem Land und in Städten gefährdet ist.
Heute veröffentlichten die Europäische Union (EU), die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) und das UN World Food Programme (WFP) gemeinsam einen Bericht, der zeigt: Rund 113 Millionen Menschen in 53 Ländern litten 2018 nach wie vor akut Hunger. 2017 waren es 124 Millionen Menschen.