- Wenn der Konflikt weiter anhält, könnten in diesem Jahr rund 45 Millionen Menschen zusätzlich in akuten Hunger abrutschen.
- Die weltweite Zahl der Menschen in akuter Nahrungsmittelunsicherheit könnte wieder das Niveau ansteigen, das wir zu Beginn des Ukrainekriegs gesehen haben.
- Besonders gefährdet sind Länder in Afrika und Asien, die stark von Importen abhängig sind – dort ist das Risiko eines drastischen Anstiegs der Hungerzahlen am höchsten.
ROM, Italien – Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) warnt heute, dass die Gesamtzahl der Menschen weltweit, die von akutem Hunger betroffen sind, im Jahr 2026 ein Rekordniveau erreichen könnte, wenn die Eskalation im Nahen Osten weiterhin die Weltwirtschaft destabilisiert.
KAIRO / BEIRUT / ROM – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt, dass die steigenden Lebensmittel- und Treibstoffpreise, ausgelöst durch die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten, weitreichende Folgen haben könnten. Der Hunger unter gefährdeten Bevölkerungsgruppen in der Region und darüber hinaus könnte sich weiter verschärfen. Die Eskalation hat bereits verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, die die Hauptlast der Gewalt durch massenhafte Vertreibung, den Verlust von Menschenleben und die Zerstörung lebenswichtiger Infrastruktur trägt.
Der Konflikt unterbricht Lieferketten, treibt Kosten in die Höhe treibt und schwächt die Kaufkraft von Familien. Das könnte bereits notleidende Familien in schweren Hunger stürzen.
WFP hat die frühen Auswirkungen des Konflikts auf Ernährungssicherheit und humanitäre Hilfe analysiert und weitet Nothilfemaßnahmen in der Region aus, um der wachsenden Not gerecht zu werden.
JUBA, Südsudan – Das UN‑Welternährungsprogramm (WFP) weitet seine Nothilfe aus, um die wachsende Zahl von Menschen zu erreichen, die vor der eskalierenden Gewalt im Bundesstaat Jonglei fliehen müssen. Diese lebensrettenden Nahrungsmittelverteilungen, die über Flussrouten transportiert werden, erfolgen inmitten zunehmender Unsicherheit, die humanitäre Bemühungen behindert und die Region an den Rand einer beispiellosen Hungerkrise bringt.
FAO, UNICEF, WFP und WHO: Hunger, Mangelernährung, Krankheiten und die Zerstörung landwirtschaftlicher Strukturen bleiben alarmierend hoch
Rom/Genf/New York – Die jüngste Analyse der Integrated Food Security Phase Classification (IPC) für Gaza bestätigt, dass derzeit kein Gebiet des Streifens als von Hungersnot betroffen eingestuft ist – dank der Waffenruhe im Oktober und verbesserter humanitärer sowie kommerzieller Zugänge. Dieser erfreuliche Fortschritt bleibt jedoch äußerst fragil, da die Bevölkerung weiterhin mit massiver Zerstörung der Infrastruktur, dem Zusammenbruch von Lebensgrundlagen und lokaler Nahrungsmittelproduktion kämpft – bedingt durch Einschränkungen bei humanitären Einsätzen.
Kabul, Afghanistan – Mehr als 17 Millionen Menschen in Afghanistan sind in diesem Winter von akutem Hunger betroffen, Ausmaß und Schwere von Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung nehmen weiter zu, warnt das UN-Welternährungsprogramm (WFP). Die neuesten Zahlen zur Ernährungssicherheit aus der aktuellen Integrated Food Security Phase Classification (IPC) für Afghanistan zeigen, dass drei Millionen mehr Frauen, Männer und Kinder von akuter Ernährungsunsicherheit oder Schlimmerem (IPC-Stufe 3+) betroffen sind – im Vergleich zu 14,8 Millionen im Vorjahr.
GAZA, Palästina – Drei Wochen nach Inkrafttreten des Waffenstillstands hat das UN-Welternährungsprogramm (WFP) eine Million Menschen im Gazastreifen mit Lebensmittelpaketen versorgt – Teil einer groß angelegten Hilfsaktion zur Bekämpfung des Hungers in dem kriegsgezeichneten Gebiet. Um die Hilfe jedoch auf das notwendige Niveau ausweiten zu können, müssen weitere Grenzübergänge geöffnet und zentrale Verkehrswege innerhalb Gazas zugänglich gemacht werden.
Neue Analyse zeigt alarmierendes Ausmaß von Unterernährung bei Kindern und zunehmendem Hunger
PORT-AU-PRINCE, Haiti - Frauen, Kinder und vertriebene Familien sind am stärksten von Haitis anhaltender Krise betroffen, die Hunger und Mangelernährung weiter verschärft, warnt das UN-Welternährungsprogramm (WFP) heute nach Veröffentlichung der aktuellen Analyse der „Integrated Food Security Phase Classification“ (IPC).
FAO, UNICEF, WFP und WHO bekräftigen ihre Forderung nach sofortiger Waffenruhe und ungehindertem humanitären Zugang, um Mangelernährungs- und hunger bedingte Todesfälle einzudämmen
Gemeinsame Pressemitteilung von FAO, UNICEF, WHO und WFP
ROM/GENF/NEW YORK – Mehr als eine halbe Million Menschen in Gaza sind von einer Hungersnot betroffen, die sich durch weit verbreiteten Hunger, extreme Not und vermeidbare Todesfälle auszeichnet. Das geht aus einer neuen Analyse der „Integrated Food Security Phase Classification“ (IPC) hervor, die heute veröffentlicht wurde. In den kommenden Wochen wird erwartet, dass sich die Hungersnot von der Provinz Gaza auf die Provinzen Deir Al Balah und Khan Younis ausbreitet.
GAZA, Palästina – Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) liefert weiterhin lebensrettende Nahrungsmittelhilfe in den Gazastreifen – trotz sich verschlechternder Sicherheitslage, eingeschränktem Zugang und wachsender Verzweiflung in den betroffenen Gemeinschaften. Eine aktuelle Bewertung des WFP zeigt: Fast jede dritte Person isst tagelang nichts – immer mehr Menschen sind vom Hungertod bedroht. Seit dem 18. März mussten mehr als 700.000 Menschen ihren Wohnort verlassen – schätzungsweise 85 Prozent des Gazastreifens gelten inzwischen als aktive militärische Zone.
Sudan, Palästina, Südsudan, Haiti und Mali bleiben akute Krisenregionen – in der Demokratischen Republik Kongo kehrt die Hungergefahr zurück.
ROM – Ein neuer, gemeinsamer Bericht der UN macht deutlich: In fünf der derzeit schlimmsten Hunger-Hotspots der Welt drohen in den kommenden Monaten extreme Hungersituation und Tod – falls nicht unverzüglich humanitäre Hilfe geleistet und koordinierte internationale Bemühungen unternommen werden, Konflikte zu entschärfen, Vertreibung einzudämmen und umfassende Nothilfe eingeleitet wird.
In der Nacht hat das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) 59 Lastwagen mit lebensrettender Nahrungsmittelhilfe in den Norden des Gazastreifens entsandt. Der mit 930 Tonnen Weizenmehl beladene Konvoi wurde unterwegs gestoppt und von der hungernden Zivilbevölkerung entladen, die dringend Nahrung für ihre Familien benötigten. Die Reaktionen – Erleichterung, Dankbarkeit und eindringliche Bitten um weitere Lieferungen – unterstreichen die dramatische Notlage.
ROM/NEW YORK – Im gesamten Gazastreifen sind Menschen von einer Hungersnot bedroht. Grund dafür sind wiederaufgeflammte Kampfhandlungen, weiterhin geschlossene Grenzübergänge und knappe Lebensmittel. Seit dem 2. März wurden alle Hilfslieferungen in den Gazastreifen blockiert. Hunger und Mangelernährung haben sich in Folge drastisch verschärft. Damit wurden die humanitären Fortschritte, die während des Waffenstillstands Anfang des Jahres erzielt wurden, wieder zunichte gemacht.
DAKAR, Senegal – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) schlägt Alarm: Anhaltende Konflikte, Vertreibung, wirtschaftlicher Niedergang und wiederkehrende Extremwetterereignisse treiben Millionen Menschen in West- und Zentralafrika an die Schwelle zur Hungersnot (IPC-Stufe 4).
ROM – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnte heute, dass 58 Millionen Menschen lebensrettende Unterstützung verlieren könnten, wenn nicht dringend neue Mittel bereitgestellt werden. Dies betrifft 28 der kritischsten Kriseneinsätze der Organisation.
GAZA, Palästina – Die folgenden Informationen geben einen aktuellen Überblick über die Ernährungssicherheit und die Arbeit des UN-Welternährungsprogramms (WFP) in Gaza und im Westjordanland.
KYJIW – Während der Krieg in der Ukraine in sein viertes Jahr geht, sind schätzungsweise fünf Millionen Ukrainer von Hunger betroffen. Die größten Engpässe gibt es in den Gebieten nahe der Frontlinien. Millionen Menschen essen weniger, verzichten auf Mahlzeiten, damit ihre Kinder satt werden, oder verschulden sich, nur um Lebensmittel zu kaufen. Das geht aus Daten des UN-Welternährungsprogramms (WFP) hervor.
BEIRUT - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat seit Beginn der Eskalation des Konflikts über eine halbe Million Menschen im Libanon mit Nothilfe versorgt. Die Organisation stützt sich dabei auf eine Notfallplanung, die auch die Lagerung von Nahrungsmitteln innerhalb des Landes vorsieht. WFP stockt die Hilfe weiter auf mit dem Ziel, eine Million Menschen zu erreichen. Die Teams vor Ort arbeiten rund um die Uhr, um Betroffenen mit dringend benötigter Ernährungshilfe zu versorgen.
JERUSALEM - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnte heute vor den katastrophale Auswirkungen der eskalierenden Gewalt im nördlichen Gazastreifen auf die Ernährungssicherheit Tausender palästinensischer Familien. Die wichtigsten Grenzübergänge in den Norden des Gazastreifens sind geschlossen. Seit dem 1. Oktober kommt keine Nahrungsmittelhilfe mehr an.
BEIRUT - Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) hat eine Nothilfeoperation gestartet, um bis zu einer Million Menschen, die von der jüngsten Eskalation des Konflikts im Libanon betroffen sind, mit Nahrungsmitteln zu versorgen. WFP verteilt verzehrfertige Nahrungsmittelrationen, Brot, warme Mahlzeiten und Lebensmittelpakete an Familien in Notunterkünften im ganzen Land.
Die Lage im Zamzam Camp, in dem mehr als 400.000 Vertriebene leben, hat nach Angaben des sogenannten Famine Review Committee die Schwelle zur Hungersnot überschritten.
ROM/NEW YORK/PORT SUDAN, 1. August 2024 - Nach mehr als 15 Monaten Krieg im Sudan hat eine katastrophale Kombination aus Konflikt, Vertreibung und eingeschränktem Zugang für humanitäre Hilfe zu einer Hungersnot in einem Camp geführt, das Hunderttausende von Vertriebenen in der Region Nord-Darfur beherbergt.
Ein neuer Bericht zeigt, dass mehr als 750.000 Menschen von katastrophalem Hunger betroffen sind und insgesamt 25,6 Millionen Menschen auf Krisenniveau hungern.
PORT SUDAN - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) weitet angesichts der drohenden Hungersnot die Not- und Ernährungshilfe im krisengeschüttelten Sudan aus. Die Lage der Zivilbevölkerung verschlechtert sich zunehmend und die Kämpfe in Regionen wie El Fasher und Khartum nehmen zu.
PORT SUDAN - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt, dass die Zeit knapp wird, um eine Hungersnot in Darfur zu verhindern. Die zunehmenden Zusammenstöße in der Hauptstadt von Nord-Darfur, El Fasher, behindern die Bemühungen lebenswichtige Nahrungsmittelhilfe in die Region zu bringen.